Der demographische Wandel mit einem zu erwartenden deutlichen Bevölkerungsrückgang und einer erheblichen Veränderung des Altersaufbaus machen ein grundsätzliches Umdenken in nahezu allen gesellschaftlichen und politischen Bereichen erforderlich. So natürlich auch auf dem Wohnungsmarkt.
Die Nachfrage über altersgerechte und barrierefreie Wohnungen wird immer größer.
Ein weiterer Punkt der stetigen Veränderungen ist ebenfalls die Entmischung oder auch das „Leerziehen“ vieler städtischer Quartiere.
Oft sind Mangel an Freiräumen, fehlende Infrastruktur und ein schlechtes Image die Folgen solcher Wanderbewegung im städtischen Raum.

Das geplante Projekt soll diesen Faktoren entgegenwirken. Auf dem Grundstück an der Spitzenstrasse steht derzeit noch eine alte Industriebrache.
Dieses Gelände bietet die Möglichkeit einer qualitativen Aufwertung der gesamten Umgebung. Geplant ist eine Mischnutzung von Einkaufs-, Praxis- und medizinischen Versorgungsflächen kombiniert mit einer Schwerpunktnutzung auf altersgerechten Wohnungen über betreutes Wohnen bis hin zum Altersheim.
Diese Kombination bietet den Bewohner eine Möglichkeit sich sehr lange noch selbst zu versorgen und damit ein gesteigertes Selbstwertgefühl zu vermitteln.
Ein stufenloser Übergang zum betreuten Wohnen oder Altersheim ist ohne die gewohnte Umgebung zu verlassen möglich. So bleiben auch soziale Strukturen und das Umfeld erhalten.
Aber auch die Qualitäten des Quartiers werden gesteigert. Die Fläche bietet einen neuen Freiraum und neue infrastrukturelle Möglichkeiten.
Das Grundstück öffnet sich zu den Bestandsgebäuden und lockert die Bausubstanz.

Das Gebäude am Eingang des Grundstücks nimmt städtebaulich die bestehenden Häuserreihen auf und bietet Platz für Praxis- und medizinische Versorgungsflächen.
Das Erdgeschoss besteht teilweise aus Verkaufsflächen auf der sich z.B. eine Apotheke befindet.
Die Praxis- oder auch Verwaltungsflächen bieten Ärzten oder häuslichen Pflegeeinrichtungen Platz.
Den Rest bilden die betreuten Altenwohnungen.

In dem Gebäude welches den Abschluss des Grundstückes optisch einbindet, liegen die alters-gerechten mit einem kleinen Anteil an betreuten Wohnungen.
Zudem bildet der Gebäudekörper einen Wall um die zentrale öffentliche Freifläche abzuschirmen.
Der Freiraum bildet einen kleinen Park und bietet erholsame Grünflächen und Spielzonen.

Der gesamte Innraum wird von dem Altenheim umschlossen. Dieses sitzt auf dem flachen Einkaufsbereich.
Das Flachdach des Gebäudes ermöglicht dem Altenheim eine zusätzliche private Freifläche in Form eines Dachparks.
Das flache Gebäude beinhaltet verschieden große Verkaufsflächen. Für die Hauptfläche ist ein Vollsortimentler geplant.
Die kleineren Ladenlokale reihen sich unter dem Gebäude des Altenheims an, liegen von der Gebäudeaussenkante leicht zurück, so dass sich ein Laubengang herausbildet.
Hier findet man z.B. einen Bäcker oder Kiosk, etc.. Der kleine Vorplatz bietet eine attraktive Außenfläche für ein Café.
